Was haben Bienen mit Inkasso zu tun?

Dass Bienen fleißig sind, ist gemeinhin bekannt. Auch die Nützlichkeit spricht ihnen niemand ab. Eine Brücke zwischen Inkasso und der Leistung der Bienen zu schlagen, scheint jedoch auf den ersten Blick abwegig. Beginnen wir die Suche nach Gemeinsamkeiten aus der Perspektive der Honigbiene.

Studien

Bienen fliegen von Blüte zu Blüte und bestäuben so die Pflanzen. Nur so können diese überhaupt Früchte ausbilden. Das macht die Biene zu einem der wichtigsten volkswirtschaftlichen Nutztiere neben Rind und Schwein. Laut des Forschungszentrums CNRS in Montpellier sorgen die Bienen weltweit für eine Wertschöpfung von etwa 200 Milliarden Euro. Kurzum, dank des Einsatzes der flotten Insekten entsteht jede Menge Ertrag. Einerseits Honig und andererseits Nahrungsmittel, wie Nüsse und Obst. Ohne Bienen werden aus Blüten keine Früchte. Der Ertrag fällt mager aus. Glaubt man Experten, würde das Verschwinden aller Bienen sogar Verluste in Höhe von 300 Milliarden Euro bedeuten.

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Die Relevanz einer Branche realisieren viele Menschen erst deutlich bei der Vorstellung, dass sie nicht mehr existent wäre. Klaus Engberding, Vorsitzender der Geschäftsführung der EOS Gruppe

Ähnlich verhält es sich mit Inkassoservices. Genauso, wie die Umwelt und Wirtschaft starke Einbußen ohne Bienen hätten, verhält es sich zwischen Wirtschaft und Inkasso. Ohne das emsige Treiben professioneller Inkassoanbieter bleiben viele Unternehmen auf unbezahlten Rechnungen sitzen und erleiden Verluste für erbrachte Leistungen oder bereits gelieferte Produkte. Inkassospezialisten helfen, vermeintlich verloren gegangenen Ertrag zurückzuholen. Allein im vergangenen Jahr führten die Inkasso-Profis neun Prozent der ausstehenden Unternehmensumsätze in die Kassen europäischer Unternehmen zurück. In Westeuropa ist der Anteil mit 9,7 Prozent etwas höher als in Osteuropa mit 8,6 Prozent. Deutlich höher beziffern Firmen den Anteil in Deutschland. Hier beträgt der durch Inkasso zurückgeführte Umsatzanteil sogar 20,7 Prozent. Das ist ein Ergebnis der repräsentativen EOS Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten“ 2018, an der sich 3.400 Unternehmen in Europa beteiligt haben.

Konsequenzen von Zahlungsverzug

In Europa zahlen 18 Prozent der Kunden ihre Rechnung verspätet – drei Prozent begleichen sie sogar gar nicht. Die daraus resultierenden Gewinneinbußen können schwerwiegend sein: Ganze 17 Prozent der Unternehmen befürchten einen Konkurs. Umso wichtiger ist für sie die Dienstleistung Inkasso. Auch wenn die Branche manchmal genauso wenig willkommen geheißen wird, wie die Biene beim Frühstück auf der Terrasse – beide leisten einen wichtigen Beitrag für den Wirtschaftskreislauf. Darüber hinaus sind 70 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer von Forderungsmanagement-Services davon überzeugt, dass Inkasso nicht nur als „eifriger Ertragssammler“ fungiert. Sie beobachten in der Praxis, dass sich der Einsatz von Inkassofirmen positiv auf die Zahlungsmoral von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie Firmen auswirkt. Sogar fast ein Drittel der Unternehmen (28 Prozent), die bisher noch kein Inkassounternehmen eingeschaltet haben, glauben ebenso an die moralische Instanz der Inkassobranche und den Effekt auf das Pflichtbewusstsein beim Zahlungsverhalten der Gesellschaft.  

Bildquellen: Photo by Andrea Reiman on Unsplash

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