Ein Job für „Pacioli“: Wie ein Roboter das Team entlastet.

Ein Roboter als Kollege? Ganz so greifbar ist Pacioli zwar nicht. Die Ergebnisse der RPA-Software aber sind es durchaus.

  • Robotic Process Automation (RPA) überführt manuelle Aufgaben in robotergesteuerte.
  • Mithilfe Künstlicher Intelligenz übernimmt die RPA-Software Pacioli bei EOS Matrix in Bulgarien Routineaufgaben.
  • Die Automatisierung spart Zeit und soll Kollegen und Kolleginnen und Kollegen entlasten.

Vor gut 200 Jahren zogen in England aufgebrachte Textilarbeiter durch die Spinnereien und zertrümmerten Webstühle – die Automatisierung hatte sie um Lohn und Brot gebracht. Das Team von EOS Matrix in Bulgarien reagierte deutlich besonnener, als ihm vor einigen Monaten ein Roboter namens „Pacioli“ als neuer Kollege vorgestellt wurde. Die Skepsis sei schnell einem gewissen Stolz gewichen, sagt Maria Avramova, mitverantwortlich für das Marketing bei EOS in Sofia.

Die Software ist ein Beispiel für die sogenannte Robotic Process Automation und benannt nach dem Mathematiker und Franziskanermönch Luca Pacioli, der als „Vater der Buchhaltung“ in Europa gilt. Die Robotergesteuerte Prozessautomatisierung, kurz RPA, stellt in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz (KI) einen der aktuell wichtigsten IT-Trends dar.

Robotic Process Automation: Menschen an einem Schreibtisch mit Unterlagen.

RPA: Technologie übernimmt menschliche Interaktion.

Durch das Erlernen und Nachahmen menschlicher Benutzereingaben übernehmen RPA-Systeme Routineaufgaben, die ansonsten manuell ausgeführt würden. In Unternehmen kann das zum Beispiel das Kopieren von Kundendaten in eine Eingabemaske sein. Bei EOS Matrix in Sofia automatisiert die Technologie den sonst zeitaufwendigen Bearbeitungsprozess für eingehende Rechnungen.

Ein bulgarisches Entwicklerteam hat Pacioli individuell auf EOS zugeschnitten. Mithilfe Künstlicher Intelligenz hat die Software die Arbeitsgänge der mensch­lichen Kolleginnen und Kollegen erlernt. „Die haben dank Pacioli nun im Schnitt zweieinhalb Stunden mehr Zeit pro Tag“, sagt Avramova. In der eigenen Arbeit gekappt fühle sich deshalb niemand. Im Gegenteil: „Das Personal fühlt sich sicherer.“

Der Roboter als „Kollege“ lässt mehr Zeit fürs Wesentliche.

Rund 600 Rechnungen pro Stunde ackere Pacioli durch – und mache weniger Fehler. In Lohn und Brot stehen die Kolleginnen und Kollegen immer noch. Jetzt haben sie nur mehr Zeit, sich auf analytische Aufgaben zu konzentrieren.

Robotic Process Automation: Kollegen und Kolleginnen und Kollegen in einem Meeting.

Photo Credits: Getty Images / pixelfit, Sarinya Pinngam / Getty Images, Fotolia

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