Inflation verstärkt die Folgen von Zahlungsausfällen.

Jetzt verschärft sich ein Problem, das bereits viele Unternehmen bedroht: Zahlungsausfälle und verspätete Eingänge von Zahlungen. Laut der EOS Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten“, für die 3.200 Finanzentscheider*innen aus 16 europäischen Ländern befragt wurden, ist diese Entwicklung bereits jetzt für viele Unternehmen ein wichtiges Thema. In westeuropäischen Ländern zahlt jede*r fünfte Kund*in verspätet oder gar nicht, in Osteuropa ist es jede*r vierte. Insbesondere in den vergangenen drei Jahren hat dieser Trend deutlich zugenommen. Als Grund für den Zahlungsverzug gaben 60 Prozent der Befragten an, dass ihre säumigen Geschäfts- und Privatkund*innen selbst mit Zahlungsausfällen zu kämpfen hätten.

Die Preissteigerungen und die sinkende Kaufkraft dürften dieser Entwicklung in den nächsten Monaten noch weiteren Schwung verleihen – und könnten eine Kettenreaktion bei den Unternehmen auslösen. Denn ihr vorhandenes Kapital verliert nicht nur zusehends an Wert, sondern wird durch säumige Verbraucher*innen zudem faktisch reduziert. Selbst die Unternehmen, die am Ende doch noch ihr Geld erhalten, leiden unter den Folgen der Inflation: Denn in der Zeit, in der sie auf die Rückzahlung des Geldes warten, hat dessen Kaufkraft oft dramatisch abgenommen.

Forderungsausfälle, die bislang ein Ärgernis waren, werden so zur existenziellen Bedrohung. Laut der Studie von EOS kämpften bereits mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Gläubiger-Unternehmen mit Gewinneinbußen, deutlich mehr als ein Drittel steckte schon selbst in Liquiditätsengpässen (42 Prozent). Ein knappes Drittel der Firmen reduzierte Investitionen oder erhöhte die Preise von Produkten und Dienstleistungen – und beschleunigt damit unbeabsichtigt die fatale Entwicklung. 

EOS Studie Europäische Zahlungsgewohnheiten: Wie viele Zahlungen werden verspätet oder gar nicht geleistet: 19 Prozent in Westeuropa, 24 Prozent in Osteuropa, 21 Prozent in Gesamteuropa.

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Carina Bonde
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