Mit Daten bessere Entscheidungen treffen.

Können Datenanalysen wirklich die Ergebnisse im Inkasso verbessern? Ja, sagt Stefan Theuerkauf. Der Leiter Data Science liefert mit D3 in Deutschland den Beweis.

Jahresbericht

Nur wer die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzt, wird künftig erfolgreich sein“, ist Stefan Theuerkauf überzeugt. Ein solcher Satz könnte als Binsenweisheit durchgehen. Doch der Leiter Data Science bei EOS Deutscher Inkasso-Dienst (EOS DID) kann ihn mit harten Fakten untermauern. Mit seinem Pilotprojekt Data-Driven Decisions (D3) beweist er seit Juli 2016, dass die datengetriebene Steuerung von Inkassoprozessen die Einziehungsergebnisse verbessert. Theuerkauf und sein Team zeigen, dass sich mit analytischen Modellen und maschinellem Lernen nicht nur das neue Inkasso-System „Best Next Inkasso“ sondern auch das bestehende deutsche System „Fidibus 2“ optimieren lässt. Um die Wirkung von D3 unter realen Bedingungen zu messen, vergleichen sie die Erfolge der bisherigen Forderungsbearbeitung mit D3-Verfahren. In „Fidibus 2“ bearbeitete EOS DID die Forderungen wie immer. Parallel ging eine Vergleichsgruppe an den Start. Dort rechnen die analytischen Modelle von D3 und des Center of Analytics im Hintergrund und geben den Mitarbeitern anschließend die beste nächste Inkassoaktivität vor. Ziel ist ein individuelles Forderungsmanagement: Jeder säumige Zahler erhält eine realistische, maßgeschneiderte Lösung, um seine Außenstände zu begleichen. „Zusätzlich berücksichtigen die Algorithmen zu erwartende Zahlungseingänge und die Kosten der Maßnahme“, so der Experte.

„Weil wir heute schon wissen, wie ein säumiger Zahler morgen auf unsere Aktivitäten reagiert, liefern wir unseren Kunden schneller bessere Ergebnisse.“
Stefan Theuerkauf, Leiter Data Science

Übertrifft die Erwartungen.

Schon die ersten Ergebnisse von D3 übertreffen die Erwartungen. Das Projekt erzielte 2017 rund zehn Prozent mehr Zahlungseingänge als die Vergleichsgruppe mit „Fidibus 2“. „Weil wir heute schon wissen, wie ein säumiger Zahler morgen auf unsere Aktivitäten reagiert, liefern wir unseren Kunden schneller bessere Ergebnisse“, so Theuerkauf. „Gleichzeitig entlasten wir die Konsumenten. Da wir ihre individuelle Situation berücksichtigen, können wir die Kosten gering halten.“ Und das ist erst der Anfang. Künftig soll D3 Fragen beantworten wie: Sollte EOS einem bestimmten Konsumenten einen Nachlass bieten, damit er anfängt zu zahlen? Wie lange sollten die Sachbearbeiter auf eine Reaktion warten, bevor sie weitere Aktivitäten starten? Theuerkauf verspricht: „Mit den heutigen Funktionen von D3 sind wir noch lange nicht am Ende der Möglichkeiten des digitalen Inkassos angekommen.“

Das war die Challenge: Aus einem Projekt wird ein grossartiges Produkt.

Am Anfang stand die Annahme, dass sich Beitreibungserfolge mithilfe von Datenanalysen verbessern lassen. Das D3-Team machte daraus ein Pilotprojekt. Mit Erfolg: D3 hat sich inzwischen im Inkassoalltag von EOS DID bewährt.

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